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Kyoto

29. Mai 2017
Blick auf Kyoto

Die Qatar Business Class

Von Amsterdam aus starteten wir mit Qatar Airways über einen Zwischenstopp in Doha los nach Tokyo. Im Zuge des großen Qatar Travel Festivals im Januar hatten sich mal wieder ein paar besonders günstige Business Class (Preisfehler) Flüge zwischen das Angebot geschlichen. Da mussten wir natürlich zuschlagen. Bei Qatar gibt es ein on-demand à la carte Menü Konzept. Man kann also jederzeit alles was das Herz begehrt von der Karte bestellen. Wir haben uns da dann mal ein wenig durchprobiert… sehr zu empfehlen: der Rosé Champagner von Piper Heidsieck

qatar business class menu

Anreise und Hotel

Nachdem wir nach den 6 + 12 Stunden Flügen um 23 Uhr abends in Tokyo Haneda gelandet waren, verbrachten wir die nächsten paar Stunden direkt im Royal Park Hotel THE Haneda. Am nächsten Morgen flogen wir dann von Tokyo nach Osaka. Von dort aus nahmen wir den Bus zur Kyoto Station. Der domestic Flug verlief problemlos und wir kamen das erste Mal mit der wunderbaren japanischen Ordnung & Disziplin in Berührung. Das Boarding verlief so schnell und strukturiert, dass man hätte meinen können, es wäre x-fach beinahe theatralisch geübt worden.

In Kyoto blieben wir im Hotel Gran Via, das überhalb des zentralen Hauptbahnhofs gelegen ist. Von unserem großzügigen Zimmer im 10. Stock aus konnte man direkt auf die Shinkansen-Gleise sehen und die ankommenden und abfahrenden Menschenmengen beobachten. Die Lage des Hotels ist perfekt, da dort neben den Zügen auch alle Busse starten. Außerdem befindet sich im Untergeschoss des riesigen Bahnhofs praktischerweise eine gigantische Restaurant & Imbiss Meile.

Hotel Gran Via Kyoto

Kiyomizu-dera

Wir starteten gleich mit der Erkundung Kyotos. Als erstes sahen wir uns die buddhistische Tempelanlage Kiyomizu-dera im Osten der Stadt im Stadtteil Higashiyama-ku an. Der Tempel gehört neben anderen Stätten Kyotos zum UNESCO Weltkulturerbe und geht bis auf das 8. Jahrhundert zurück. Die jetzigen Gebäude enstanden im frühen 17. Jahrhundert. Leider ist die auf einem abenteuerlichen Holzgerüst an einem steilen Hang errichtete Haupthalle mit ihrer sonst so beeindruckenden Terrasse zurzeit komplett hölzern eingerüstet. Ein guter Blick auf die Stadt bietet sich jedoch trotzdem von den umliegenden Wegen durch das Gelände. Auf der gesamten Anlage begegnet man immer wieder Kimono tragenden Japanern – meist mit 1-2 Smartphones in der Hand und permanent Selfies machend.

Kiyomizu-dera

Im Hintergrund die leuchtende Pagode

Kiyomizu-dera kimono

Kiyomizu-dera lampion

Kiyomizu-dera wasser

Otowa-no-taki, der Wasserfall mit dem heilenden Wasser

Kiyomizu-dera umgebung

Ginkaku-ji

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Kyotos und ebenfalls Teil des Weltkulturerbes Historisches Kyoto ist der Ginkaku-ji, der Tempel des Silbernen Pavillons. Die Gebäude der Anlage wurden Ende des 15. Jahrhunderts erbaut, der Garten stammt aus der Edo-Zeit. Neben den eindrucksvollen Gebäuden ist vor allem der rekonstruierte Garten ein Traum. Man findet hier neben dem klassischen japanischen Wandelgarten mit Motiven wie einem Teich, Bäumen, Brücken und kleinen Inseln auch einen Trockenlandschaftsgarten – bei uns umgangssprachlich als Zen-Garten bekannt. Obwohl auch hier, wie bei allen Sehenswürdigkeiten der Stadt, tausende japanische Schulkinder unterwegs waren, darf man sich den Ginkaku-ji bei einem Kyoto-Besuch auf gar keinen Fall entgehen lassen!

Ginkaku-ji garten

Ginkaku-ji

Philosophenweg

Zwischen dem Ginkaku-ji und dem südlicher gelegenen Nanzen-ji Tempel verläuft der berühmte Philosophenweg Kyotos. Der Name geht auf einen japanischen Philosophen des 20. Jahrhunderts, Kitaro Nishida, zurück, der dorthin wohl täglich zum Meditieren kam. Auf beiden Seiten entlang eines Kanals kann man hier 2 km spazieren und vor allem zur Kirschblüte die idyllische Natur genießen. Wir haben die Blüte leider (oder angesichts der Touristenmassen: zum Glück) knapp verpasst.

philosophenweg kyoto

Kyoto Tower

Um sich einen Überblick über die einstige Kaiserstadt zu verschaffen, macht man am besten einen Ausflug zum weithin sichtbaren Kyoto Tower, der praktischerweise wieder direkt an der Kyoto Station gelegen ist. Auf der Aussichtsplattform, die sich in etwa 100 m Höhe befindet, hat man einen 360° Blick. Angeblich sieht man hier bei klarem Wetter bis nach Osaka – wir hatten da leider weniger Glück.

Kyoto Tower Ausblick

Kyoto Tower

Fushimi Inari-Taisha

Ein absolutes Must-do in Kyoto ist der Besuch des Fushimi Inari-Taisha. Dabei handelt es sich um einen sehr bekannten Shinto-Schrein, welcher der Gottheit Inari gewidmet ist. Diese ist für Fruchtbarkeit, Reis und Füchse zuständig. Deshalb begegnen einem überall auf dem Gelände Statuen von Füchsen, die aus Respekt mit roten Lätzchen geschmückt sind. Bekannt ist der Schrein vor allem für seine Alleen aus tausenden scharlachroten Torii, die in verschlungenen Wegen durch wunderschönen Urwald bis auf einen Berg hinaufführen. Wir starteten diesmal sehr früh, da wir von den ziemlich schimmen Touristenmassen gehört hatten, die sich ab etwa 10 Uhr am Schrein tummeln sollten. Mit dem Zug muss man dazu erst ein paar Stationen nach Inari fahren. Um 9 Uhr morgens waren wir nach etwa einer guten Stunde Fußweg so schon auf dem Gipfel angekommen und konnten bei schönem Wetter die Sicht auf Kyoto genießen. Definitiv der beste Ausflug!

Fushimi Inari-Taisha tori

Fushimi Inari-Taisha wälder

Fushimi Inari-Taisha spenden

Fushimi Inari-Taisha wald

Blick auf Kyoto

Fushimi Inari-Taisha touristen

Die ankommenden Menschenmassen, die uns nach der Wanderung auf den Berg unten dann begegneten

Restaurant-Empfehlung nähe Kyoto Station: Das Donguri

Nur etwa 3 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt befindet sich das Donguri. Wir entdeckten das Lokal durch Zufall beim abendlichen Herumspazieren. Da es bei Einheimischen offenbar sehr beliebt ist, mussten wir für den nächsten Abend reservieren. Man bestellt auf einem iPad mithilfe von Bildchen zunächst die Gerichte seiner Wahl – wir entschieden uns für verschiedene, optisch ansprechende Köstlichkeiten, von denen wir keine Ahnung hatten, worum es sich überhaupt genau handelte. Dann wird in der offenen Schauküche alles frisch zubereitet und in kleinen Pfännchen und auf Alufolie an den eigenen Tisch gebracht. Dort bleibt es dann auf einer heiße Platte, wo man die Gerichte so lange man will noch weiter garen lassen kann. Zum Reis bekamen wir gefüllte Teigtaschen, unfassbar gut gewürztes Hackfleisch mit Grünzeug, Edamame, weitere Fleischvarianten mit Gemüse und zum Nachtisch schwarzes Sesam- und Vanilleeis. Sooo gut!

Donguri Restaurant Kyoto Köche

Donguri Restaurant Kyoto

Der alte Kaiserpalast von Kyoto

Etwas nördlich in Kyoto ist der alte Kaiserpalast gelegen. Bis zum 19. Jahrhundert war der Palast der Sitz des japanischen Kaisers. Mit der Meiji-Restauration wurde dieser schließlich in die heutige Hauptstadt Tokyo verlegt. Heute darf man die Parks des ehemaligen Palastgeländes rund um die Uhr besuchen. Die Gebäude selbst können dagegen nur nach offizieller Voranmeldung beim Kaiserlichen Hofamt besichtigt werden. Für Freunde großzügiger, japanisch-puristischer Architektur und großer Geschichte ein Traum – für den Normalo-Touristen zugegebenermaßen eher unspektakulär verglichen mit beispielsweise den schönen Tempeln im Osten der Stadt.

Kaiserpalast von Kyoto

Kaiserpalast Kyoto

Kaiserpalast von Kyoto garten

Kaiserpalast von Kyoto pflanzen

Kaiserpalast von Kyoto detail

kyoto strassen

Nishiki Markt in Downtown

Empfehlenswert ist auch ein Abstecher nach Kyoto Downtown. Hier gibt es nicht nur jede Menge moderner Hochhäuser mit den üblichen europäischen/US-Marken Shops, sondern auch einen richtig tollen Markt mit vielen Köstlichkeiten und japanischem Schnickschnack aller Art. Ein Genuss für die Sinne! Und ganz im Gegensatz zu den typisch orientalischen Märkten keine aufdringlichen Händler, die einen permanent belästigen und anquatschen. Wieder mal ein riesiger Pluspunkt für Japan!

Nishiki Markt

Nishiki Markt stand

Weiter nach Tokyo

Leider mussten wir am 3. Tag bereits weiter nach Tokyo. Obwohl wir nicht gerade die größten Zug-Fans sind, wollten wir uns den berühmten Shinkansen nicht entgehen lassen. Für lächerliche 110 Euro pro Person (!) erkauften wir uns die 2 h 10 min. lange Fahrt in die Hauptstadt. Und siehe da: selbst Zugfahren ist in Japan angenehm. Ganz anders als an europäischen Bahnhöfen weiß man hier exakt wo man sich anstellen muss, um nächstmöglich an seinem Sitz einsteigen zu können. Alle stellen sich brav an der dafür markierten Schlange an, keiner drängelt und quetscht. Im Zug selbst hat man circa doppelt so viel Platz als bei uns und sämtliche Sitze lassen sich umdrehen, sodass alle Gäste immer in Fahrtrichtung sitzen können. Auf der Fahrt herrscht völlige Ruhe und man kommt komplett entspannt am Ziel an. Ein Traum!

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