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Abu Dhabi – Dubai – Al Ain

2. Juni 2016

Ende Mai ging es für uns eine Woche in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dank eines Entschädigungs-Fluggutscheins, den wir noch über hatten, war der Flug umsonst – sonst hätte ich mich wohl nicht überreden lassen um diese Jahreszeit in ein Land zu fahren, in dem es deutlich über 40 Grad hat…

Hoteltipp: Das Hilton Abu Dhabi mit Beach Club

Die ersten drei Tage verbrachten wir in Abu Dhabi, wo wir im Hilton Abu Dhabi übernachteten. Als Goldmembers gabs wie gewohnt Frühstück und Loungezugang inklusive, alles wunderbar. Morgens und gegen Abend nutzten wir meist den zum Hotel gehörigen wirklich schönen Beach Club – untertags war das allerdings bei den Luft- und badewannenwarmen Wassertemperaturen echt kein Spaß.

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Der Hiltonia Beach Club

Das Heritage Village in Abu Dhabi

Da in Abu Dhabi zwar gerade an diversen Museen und kulturellen Einrichtungen gebaut wird, diese aber leider alle erst frühestens 2017 eröffnen, gabs leider nicht viel an Unterhaltung (die über Schwimmen und Essen hinaus ging). Einmal machten wir uns auf und besuchten eins der für die Emirate so typischen Heritage Villages. Theoretisch soll hier  versucht werden zu zeigen wie man vor den Zeiten des großen Öl-Booms lebte. Der vor dem Heritage Village liegende Strand mit Blick auf die gegenüber liegende Skyline und Uferpromenade Corniche ist allerdings noch das beste daran. Das Museum im Heritage Village wäre zwar ein guter Gedanke, aber denkbar schlecht umgesetzt. Hier sind wahllos ohne Konzept irgendwelche vermeintlich „alten Dinge“ zusammengewürfelt und in Ausstellungsvitrinen gelegt. Beschriftungen fehlen entweder völlig oder man wird mit schwammigen Informationen wie „historic XY“ abgespeist. Ob die ausgestellten Stücke also nur 50 oder 100 oder 200 Jahre alt sind, interessiert hier scheinbar keinen. Toll waren aber die selbsterklärenden Fotographien von Abu Dhabi in den 1960ern – damals stand hier eigentlich nur ein kleines Dorf mit ein paar Hütten und vielen Kamelen.

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Heritage Village Abu Dhabi

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Strand vor dem Heritage Village (Baden verboten!)

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Der Präsidentenpalast in Abu Dhabi

Top-Sehenswürdigkeit: Die Sheikh Zayed Moschee in Abu Dhabi

Natürlich war der Besuch in der bekannten Sheikh Zayed Moschee von Abu Dhabi Pflicht. Wir entschlossen uns zum Sonnenuntergang hinzufahren. Nachdem ich mir die für Frauen vorgeschriebene Abaya ausgeliehen und übergeworfen hatte, sahen wir uns das imposante Bauwerk von Innen an. Die Moschee ist die achtgrößte der Welt und wurde nach Emir Zayid bin Sultan Al Nahyan, einem Mitgründer und dem erstem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, dessen Grab sich auch auf dem Gelände befindet, benannt. Eröffnet wurde das noch recht junge Gebäude zum Ramadan 2007. In der Moschee befindet sich nicht nur der größte handgeknüpfte Teppich seiner Art, der aus dem Iran kommt, sondern auch der größte Kronleuchter der Welt. Dieser wurde lustigerweise in München gefertigt und mit abertausenden Swarovski Kristallen besetzt. Trotz wahnsinnig vieler Touristen ist der Besuch der Moschee ein absolutes Muss!

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Die Sheikh Zayed Moschee in Abu Dhabi

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Die Wüsten-Metropole Dubai

Anschließend ging es weiter ins mit dem Auto etwa 1,5 Stunden entfernte Dubai. Nach unserem schönen entspannten Aufenthalt in Abu Dhabi war Dubai die Hektik pur. Im Prinzip ist die Stadt eine einzige Baustelle inmitten einer furchtbar staubigen Wüste mit 10-spurigen Straßen und Chaos wohin man schaut. Patrick kannte das Ganze schon, denn er hatte hier bereits einmal mehrere Monate gelebt – ich für meinen Teil war wenig begeistert. Da man hier außer in Malls herumspazieren, Essen und Schwimmen nicht viel (Kulturelles) unternehmen kann, fuhren wir viel mit dem Mietwagen spazieren. Der Besuch des (bisher noch) höchsten Gebäudes der Welt, dem Burj Khalifa, war natürlich Pflicht. Der gigantische Wolkenkratzer war nach einer Bauzeit von 6 Jahren 2010 eröffnet worden. Im 124. Stock befindet sich die Aussichtsplattform AT THE TOP, von der aus man einen guten Blick auf das neue Stadtviertel Downtown Dubai hat, dessen Zentrum der Burj Khalifa darstellt. Dank der komplett zugestaubten Luft konnte man von den anderen zwei Hauptteilen Dubais, das Gebiet um die Jumeirah Palme und zum anderen das alte Bur Dubai, mehr schlecht als recht etwas erkennen.

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Blick vom Burj Khalifa

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DIe Sheikh Zayed Road im Hintergrund

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Bur Dubai – Abseits von Glitzer und Kitsch

Nachdem wir den Kitsch und die Hektik der Malls schön langsam satt hatten, wollten wir uns auch im alten Bur Dubai etwas umsehen. Im Gegensatz zu den Downtown Gebieten hat man hier ein wenig mehr das Gefühl, sich in einer arabischen Stadt zu befinden (auch wenn hier zum Großteil wohl die indischen und philippinischen Gastarbeiter leben, die abends in nichtklimatisierten Bussen aus den modernen Teilen dorthin gekarrt werden).

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Textile Souk

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Bootsfahrt über den Dubai Creek

Royal Afternoon Tea im Al Qasr in Madinat Jumeirah

Besonderes Erlebnis war unser Afternoon Tea im Al Qasr Hotel, einem Luxusresort im Stadtteil Madinat Jumeirah, das im Stil der Sommerresidenz des Scheichs gebaut wurde. Dass Afternoon Tea in Dubai bedeutet, dass man 10 Gänge bekommt, die man sowieso alle gar nicht aufessen kann, wurde uns erst dort bewusst. Eine kleine Auswahl der einzelnen Köstlichkeiten gibts unten.

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Tipp: Ausflug nach Al-Ain an der Grenze zum Oman

Besonderes Highlight war am letzten Tag unser Ausflug ins etwa 1,5 Fahrstunden entfernte Al Ain, das direkt an der Grenze zum Oman liegt. Am Rande der Stadt befindet sich einer der höchsten Berge der Vereinigten Arabischen Emirate, der Jebel Hafeet (1240m).  Dort fuhren wir auf der in den 1980ern von einer Kölner Firma erbauten Straße hinauf – in der Hoffnung die Aussicht etwas genießen zu können. Aber leider relativ vergeblich. Sand Sand Sand.

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Die Straße zum Jebel Hafeet hinauf

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Alltag in Al Ain

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Highlight in Al Ain war das kostenlose Sheikh Zayed Palace Museum, dem Ort, an dem der Mitbegründer der Vereinigten Arabischen Emirate Sheikh Zayed bis 1966 mit seiner Familie lebte. 1998 hatte man das Gebäude in ein Museum umgebaut. Wie auch in den Heritage Museums war hier ebenfalls keinerlei Erklärung zu irgendetwas angebracht. Man spazierte also bei über 40 Grad auf dem ausgestorbenen Gelände herum und konnte sich die einzelnen Palastgebäude und einige Gemälde ansehen. In der Mitte im Garten befindet sich zudem eine Replik eines riesigen Beduinenzeltes und ein Land Rover. Dieser soll demjenigen von Sheikh Zayed ähnlich sein, mit welchem er die Beduinen in der Wüste regelmäßig besuchte. Wenn auch museumstechnisch nicht wirklich sinnvoll gestaltet, so konnte man im Palace Museum wenigstens einen Eindruck gewinnen wie solch ein Palast dort aufgebaut und eingeteilt war.

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Nach einer Woche gings endlich wieder heim – zurück in angenehmere Temperaturen. Frühestens 2020 zur Expo in Dubai kommen wir wieder. Mal sehen was sich bis dahin alles städtebaulich getan hat.

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